Amphibienschutz in Gundelfingen – Wildtal

Im unmittelbaren Umfeld von Gundelfingen und Wildtal gibt es über 5 gut frequentierte Laichgewässer für Erdkröten, Grasfrösche und Bergmolche.

Davon liegen 3 Gewässer im oder sehr nah am Ort. Dies hat zur Folge, dass die Wanderung der Amphibien über gut frequentierte Ortsstraßen führt und damit die Populationen einer nicht zu unterschätzenden Gefahr durch Autos ausgeliefert ist.

Da wo es möglich und sinnvoll ist, stellen wir Krötenzäune wie am Lehenhof auf. An den anderen Stellen überwachen wir die Wanderung, in dem im Zeitraum der Wanderung jeden Abend die Strecken abgegangen und die Tiere über die Straße getragen werden, damit sie gefahrlos ihr Laichgewässer erreichen können.

Am Morgen wird auch der Zaun abgeschritten um die Tiere aus dem Eimern einzusammeln.

In Kooperation mit der Gemeinde und dem Bauhof werden zusätzlich noch Warnschilder platziert in Kopplung mit einer Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 Km/h.

 

Grundsätzliches zur Amphibienwanderung

 

Im zeitigen Frühjahr wandern die Amphibien zu dem Gewässer, in dem sie geboren wurden. Die großen Weibchen mit dick gefülltem Bauch voller Laich und die kleineren Männchen streben nach ihrem angestammten Laichgewässer. Dieses instinktive Verhalten wurde ihnen angeboren. Wenn ein Weibchen nach langem und beschwerlichem Marsch das Gewässer erreicht, warten schon mehrere Männchen auf sie um die Eier zu befruchten, da auf ein Weibchen meistens zwei Männchen kommen. Aber auch schon unterwegs umklammern einige Männchen die Weibchen und lassen sich im Huckepack zum Laichplatz tragen.

Dieses ungleiche Verhältnis von Männchen zu Weibchen liegt daran, dass die Weibchen gerade bei den Erdkröten 2 Jahre benötigen um erneut ablaichen zu können.