2. Kasten hat eine Hütte gefunden!

Der zweite Wiedehopfnistkasten hat am 11.03. 2016 nach langer Suche seinen Platz am Rebberg gedunden. Dies verdanken wir besonders Herrn Bürkle, welcher uns seine Hütte zur Verfügung gestellt hat. Nun bleibt nur abzuwarten, ob auch mal ein Weibchen des so sonderbaren Vogels den Rebberg in den kommenden Jahren besucht.  Wir sind gespannt!!

Projekt Wiedehopf am Rebberg in Wildtal

Erster Wiedehopf-Nistkasten auf Gundelfinger Gemarkung

 

Am 01. April brachte die BUND-Ortsgruppe den ersten Wiedehopfnistkasten am Rebberg an.

Nach einigen Ortsterminen im Rebberg mit Garten- und Rebgrundstücksbesitzern wurde eine kaum frequentierte Rebhütte gefunden.

Herr Dr. Feser von der gleichnamigen Weinerei stellte uns eine seiner Hütten zur Verfügung, worüber wir sehr erfreut sind. 

Der Wiedehopf  ist ein heute seltener Zugvogel, der mit der ersten großen Südanströmung nach Norden wandert, um hier zu brüten.

Früher noch - vor 70 bis 100 Jahren - war er ein regelmäßiger Gast auf den Weiden und  Streuobstwiesen unserer Umgebung. Zu dieser Zeit brütete er in alten hohlen Obstbäumen, die noch zahlreich vorhanden waren.  Sein Nahrungsspektrum machte ihn zu einem wichtigen Verbündeten gegen Maikäfer und Maulwurfsgrillen.

Im Volksmund nannte man ihn hier den „Wud-Wud“ oder das „Stinkbüberl“. Der erste Name zeugt von seinem auffälligen Ruf  „up up up“  und die zweite Bezeichnung geht auf sein Abwehrverhalten gegenüber Feinden zurück, bei dem er dem eindringenden Feind, beispielsweise einem Wiesel, sein Verdauungssekret direkt ins Gesicht spritzt.

Die Population ist im Kaiserstuhl und im Tuniberg dank viel ehrenamtlichem Engagement auch durch Herrn Stange, der uns bei diesem Projekt begleitete, in den letzten Jahren wieder gestiegen. Doch dieser Erfolg gründet hauptsächlich auf dem Anbringen künstlicher Nisthöhlen in Rebhütten. Langfristig braucht es in unserer Kulturlandschaft jedoch wieder hochstämmige Obstbäume auf Streuobstwiesen, welche durch Überbauung und  Vernichtung immer seltener werden. Auch hier in Gundelfingen sollten wir ein waches Auge auf die noch bestehenden alten Obstbaumflächen haben.

Das Stinkbüberl und viele andere seltene Vogel- und Tierarten werden es uns danken.